Boris

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Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Meine ersten Gehversuche in der Fotografie reichen in das Jahr 2002 zurück. Mit meiner ersten Digitalkamera habe ich damals Ausflüge, Urlaube und Geburtstagsfeiern festgehalten. Eine bewusste Auseinandersetzung mit der Fotografie erfolgte allerdings erst rund fünf Jahre später, nachdem ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zulegt habe. Fortan mussten Schnappschüsse von Freunden und Verwandten Architektur- und Landschaftsaufnahmen weichen. Während jene Aufnahmen sehr technikorientiert und weniger auf ästhetische Aspekte hin ausgerichtet waren, hat mir das Experimentieren mit der Kamera geholfen, ein solides Verständnis der grundlegenden, fotografischen Zusammenhänge zu entwickeln. Mittlerweile liegt mein Fokus in der Bildgestaltung und der Bildsprache, wobei ich vor etwa zweieinhalb Jahren, die „Street Photography“ – also das Festhalten alltäglicher Szenen im öffentlichen Raum – für mich entdeckt habe.

Was bedeutet das Projekt für dich?

Mit der Fotografie verhält es sich wie mit dem Sport: Ein gewisses Talent mag in allgemeiner Hinsicht von Vorteil sein, ausschlaggebend für den individuellen Fortschritt ist jedoch das regelmäßige und beständige „Training“. Der Grundgedanke hinter dem Projekt, über den Zeitraum von einem Jahr hinweg jeden Tag ein Foto zu einem wöchentlich wechselnden Thema zu schießen, stellt – um bei dieser Analogie zu bleiben – den Trainingsplan dar. Er soll mich dazu anhalten, mich intensiver und bewusster mit unterschiedlichen Aspekten der Fotografie wie auch der eigenen Wahrnehmung auseinanderzusetzen.

Um es auf die Zielgerade zu schaffen, reicht ein Trainingsplan alleine aber noch nicht aus. Denn, 366 Tage infolge ein Foto zu schießen, bedeutet nämlich vor allem eines: Harte Arbeit! Ganz besonders freut es mich daher, in Tilo einen Weggefährten gefunden zu haben, der sich dieser Herausforderung anschließt. Tilo wird in vielen Phasen des Projekts eine zentrale Rolle einnehmen. Er wird mich durch seine Sichtweisen inspirieren und motivieren. Er wird aber auch einer der wenigen – wenn nicht gar der Einzige – sein, der es nachvollziehen kann, was es bedeutet, stundenlang durch die Straßen zu ziehen ohne ein vernünftiges Bild geschossen zu haben.

Was erwartest du vom Projekt?

Um ehrlich zu sein, bin ich mir noch nicht im Klaren, wohin mich das Projekt führen wird. Natürlich erhoffe ich mir insgeheim, meine fotografischen Fähigkeiten auszubauen und ein Stück weit meine eigene Handschrift zu entwickeln. Im Fokus steht für mich jedoch vielmehr der Weg zwischen dem 1. und dem 366. Bild. Mit der Fotografie als Hilfsmittel, das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und wahrzunehmen, möchte ich mehr über mich selbst erfahren. Ich möchte herausfinden, welche Dinge mich wirklich faszinieren und mein Herz höher schlagen lassen. Ich bin schon sehr gespannt, wohin mich die Reise führen wird.

Kontakt: boris@zweisichtig.de

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